Schlagwort: Banken

Bankenrettung durch Bankenvergesellschaftung

11. Oktober 2011  Presseerklärungen
megafon

11.10.2011 – Michael Schlecht

„Es ist höchste Zeit die Großbanken dauerhaft in öffentlich-rechtliches Eigentum zu überführen. Die Unsicherheit auf Grund der Finanzkrise droht die Wirtschaft abzuwürgen. Es muss Klarheit her“, fordert Michael Schlecht angesichts des intransparenten Vorgehens der Bundesregierung im Umgang mit der Schuldenkrise. Der Chefvolkswirt der Fraktion DIE LINKE weiter:

„Die Finanzbranche muss wieder auf ihre dienende Funktion für Wirtschaft und Menschen zurückgestutzt werden. Eine Verstaatlichung einzelner Banken, welche sich verzockt haben, reicht nicht. Ganzen Beitrag lesen »

Banken an die Kette legen, Zockerei beenden

05. Oktober 2011  Presseerklärungen
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“Die Banken müssen endlich an die Kette gelegt werden. Es muss Schluss damit sein, dass Banken, die sich verzockt haben, ihre Verluste sozialisieren können. Auf nichts anderes aber läuft der Vorschlag des Bundesfinanzminister hinaus, in Deutschland die ‘Gesetze von 2008′ wieder in Kraft zu setzen”, kommentiert Michael Schlecht die Warnung von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) vor einer drohenden neuen Bankenkrise. Der Chefvolkswirt der Fraktion DIE LINKE weiter:

“Schäuble hat richtig erkannt, dass die ‘beunruhigenden Entwicklungen an den Finanzmärkten in einer Bankenkrise eskalieren’ können. Er scheut sich jedoch, die richtigen Schlussfolgerungen daraus zu ziehen. Ganzen Beitrag lesen »

Banken verstaatlichen und strikt regulieren

23. September 2011  Presseerklärungen
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„Der IWF hat Recht. Der Bankensektor gehört unter öffentlich-rechtliche Kontrolle. Er muss aber auch strikt reguliert werden“, kommentiert Michael Schlecht die Forderung von IWF-Direktorin Christine Lagarde nach Rekapitalisierung und Verstaatlichung der europäischen Banken. Der Chefvolkswirt der Fraktion DIE LINKE weiter:

„Die Schuldenkrise zeigt, dass private Banken eine Bedrohung der öffentlichen Ordnung darstellen. Manche Geldinstitute sind in der Krise noch mächtiger und systemrelevanter geworden, als sie es ohnehin schon waren. Die Bilanzsumme der Deutschen Bank von zwei Billionen Euro entspricht der gesamten deutschen Staatsverschuldung und ist fast zehnmal so hoch wie die griechische Wirtschaftsleistung. Diese geballte Finanzmacht bedarf dringend einer wirksamen Kontrolle.

Die Bundesregierung ist zwar im Notfall bereit, Banken zu verstaatlichen, will den Bankensektor aber nicht regulieren. Die Commerzbank beispielsweise wurde zum dreifachen ihres Marktwerts mit Steuergeldern gerettet und durfte danach weiter Geschäfte mit Steueroasen machen. Diese Praxis lehnt DIE LINKE strikt ab. Wir wollen nicht nur verstaatlichen, sondern auch regulieren. Großbanken müssen zerschlagen, Einlagengeschäft und Investmentbanking strikt getrennt und den Eigenhandel bzw. die Zockerei mit Aktien, Währungen und Rohstoffen beendet werden. Schattenbanken und andere Zweckgesellschaften, die der Verschleierung von Risiken dienen, sind zu verbieten oder in die Bilanz aufzunehmen.“

»Das ist mit äußerster Vorsicht zu genießen« – Interview mit der Zeitung “jungeWelt”

25. Juli 2011  Presseecho & Interviews
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Beteiligung von Banken und Versicherungen an Umschuldung Griechenlands ist nur freiwillig. Ein Gespräch mit Michael Schlecht.

Interview: Mirko Knoche

Das Griechenland-Rettungspaket der EU vom Donnerstag sieht vor, daß das Zinsniveau auf 3,5 Prozent gesenkt und die Laufzeit verlängert wird. Der Rettungsfonds kauft Athen Schuldenpapiere ab und vergibt sie mit Garantien aller Euro-Länder und zu geänderten Konditionen neu an die Märkte. Wie sieht es mit der Beteiligung der privaten Gläubiger an der Umschuldung aus?

Was die Banken und Versicherungen angeht: Es ist von 37 oder gar 50 Milliarden Euro die Rede, die angeblich von ihnen aufgebracht werden. Diese Behauptung ist mit äußerster Vorsicht zu genießen, es handelt sich lediglich um eine freiwillige Beteiligung. Ganzen Beitrag lesen »

Beitrag des Finanzsektors zur Griechenland-Hilfe ist ein schlechter Scherz

01. Juli 2011  Presseerklärungen

„Der ‚substantielle Beitrag‘ der Banken und Versicherungen zur Unterstützung der Hellenischen Republik ist ein schlechter Scherz und für Herrn Ackermann schöner als Geburtstag feiern im Kanzleramt“, kommentiert Michael Schlecht die Einigung auf eine Beteiligung des Finanzsektors an der Griechenland-Hilfe. Der Chefvolkswirt der Fraktion DIE LINKE weiter:
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»Privatbanken aus dem Geschäft nehmen« – Interview mit der Zeitung “junge Welt”

22. Juni 2011  Presseecho & Interviews
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Zur Lösung der Euro-Krise müßte eine öffentliche europäische Bank gegründet werden. Ein Gespräch mit Michael Schlecht

Interview: Mirko Knoche

Kanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy haben sich darauf geeinigt, den Privatbanken nur eine freiwillige Beteiligung an der Griechenland-Rettung abzuverlangen. Sie haben das scharf kritisiert. Warum?

Die Banken spielen nur mit den Regierungen. Wir brauchen keinen freiwilligen Beitrag, weil sich ohnehin niemand daran hält. Ganzen Beitrag lesen »

Banken bereichern sich an griechischer Tragödie

02. Mai 2011  Presseerklärungen

“Die Zockerei auf dem Rücken ganzer Volkswirtschaften muss beendet werden”, kommentiert Michael Schlecht die schweren Vorwürfe von Klaus Regling, Chef des Euro-Rettungsschirms, und EZB-Chef Jean-Claude Trichet, die Banken redeten eine Umschuldung Griechenlands herbei, weil sie davon zu profitieren hofften. Der Chefvolkswirt der Fraktion DIE LINKE weiter:

“Die Folgen der Unfähigkeit der deutschen Bundesregierung, die Finanzbranche streng zu regulieren, werden immer unerträglicher. Jetzt beginnt das gleiche perfide Spiel der Finanzbranche wie bei der Schuldenkrise in den 80er und 90er Jahren. Banken mit einem relativ geringen Kreditengagement reden die Umschuldung herbei, weil sie von den hohen Honoraren bei der Umstrukturierung und der Schwächung der Konkurrenten unter dem Strich zu profitieren glauben. Ganzen Beitrag lesen »

Deutsche Banken sind tickende Zeitbombe

18. April 2011  Presseerklärungen

Der IWF hat Angst vor den deutschen Banken. Das ist ein verheerendes Zeugnis für die deutsche Wirtschaftspolitik, kommentiert Michael Schlecht die Prüfung der Stabilität des deutschen Finanzsystems sowie der deutschen Exportüberschüsse durch den Internationalen Währungsfonds (IWF). Der Bundestagsabgeordnete und Chefvolkswirt der Fraktion DIE LINKE weiter:

Die deutschen Banken sind unterkapitalisiert, aber drehen schon wieder das große Rad im Casino. Der ehemalige IWF-Chefökonom Simon Johnson nannte Josef Ackermann daher zu Recht den gefährlichsten Bankmanager der Welt. Die politische Verantwortung trägt jedoch die Bundesregierung. Sie hat die Banken mit Steuergeldern gerettet, aber eine öffentliche Kontrolle und Regulierung verhindert. Die Gewinne wurden privatisiert, die Verluste der Allgemeinheit überlassen. Hohe deutsche Exportüberschüsse sind zudem maßgeblich für die Giftpapiere in den deutschen Bankbilanzen verantwortlich, denn die Exportüberschüsse wurden in Lehmann-Zertifikaten und anderen Giftpapieren angelegt.

DIE LINKE fordert die Überführung der systemrelevanten Banken in die öffentliche Kontrolle bei strikter Regulierung. Einzelne Institute müssen rekapitalisiert, andere zerschlagen und abgewickelt werden. Öffentliche Kontrolle ist die Voraussetzung für Transparenz bei den Bilanzen und somit billiger als auf Kosten der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler ständig neues Kapital nachzuschiessen. Der Eigenhandel der Banken mit Währungen, Rohstoffen und Aktien muss verboten werden. Investmentbanken dürfen keinen Zugang mehr zu Zentralbankgeld erhalten, weil sie sonst die Allgemeinheit bei einer Pleite erpressen können. Darüber hinaus müssen die hohen deutschen Exportüberschüsse durch einen gesetzlichen Mindestlohn von 10 Euro sowie eine Ausweitung der öffentlichen Investitionen abgebaut werden.