
Schlecker in Arbeiterhand? Über Chancen einer Genossenschaftsbildung und die Ideen der Belegschaft. Gespräch mit Michael Schlecht
Interview: Johannes Schulten, junge Welt, 2.2.2012
Michael Schlecht ist Chefvolkswirt der Linksfraktion im Bundestag sowie gewerkschaftspolitischer Sprecher im Vorstand seiner Partei
In ver.di und der Linkspartei wird seit kurzem intensiv über ein Genossenschaftsmodell für die insolvente Drogeriekette Schlecker debattiert. Was stellen Sie sich genau darunter vor?
Die Initiative zur Debatte kommt vor allen von den Schlecker-Frauen. Die haben gesagt, sie hätten für das Unternehmen in den letzten zehn bis 20 Jahren drei Milliarden Euro erarbeitet. Und jetzt sei die Geschäftsführung nicht mal in der Lage, den Laden am Laufen zu halten und die Arbeitsplätze zu sichern. Eigentlich, meinten sie, müßte man den Schlecker rausschmeißen und den Laden alleine übernehmen. Der Hintergrund ist, daß momentan vieles nach derselben Entwicklung aussieht, die solche Insolvenzen in den vergangenen 20 Jahren genommen haben. Da kommt irgendein privater Investor, oder Schlecker schafft es sogar, die Läden zu behalten, dann fließen Staatsgelder hinein, und am Ende müssen doch erhebliche Teile der Belegschaft gehen. Ganzen Beitrag lesen »










