Positionen

“Nein zur Fortsetzung des Krieges in Afghanistan!”

27. Januar 2012  Positionen
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Ein Grundprinzip der deutschen wie der internationalen Arbeiterbewegung war immer, sich gegen Krieg zu stellen. Gegen kriegführende Regierungen hat man opponiert; gegen sie ist man aufgetreten. Aus diesem guten Grund gibt es schon seit Jahren klare Positionierungen von Einzelgewerkschaften, aber auch vom Deutschen Gewerkschaftsbund, dass der Krieg in Afghanistan endlich beendet werden muss.

Für mich als Gewerkschafter ist es selbstverständlich gegen die Fortsetzung des Krieges in Afghanistan zu stimmen.

Umso mehr bin ich ‑ das sage ich sehr deutlich ‑ empört und ein Stück weit beschämt, dass hauptamtliche Kollegen aus deutschen Gewerkschaften, die Mitglied dieses Parlaments sind, anders gestimmt haben, als es die klare Beschlusslage in den Gewerkschaften vorsieht. Ganzen Beitrag lesen »

04. Dezember 2011  Positionen

Wirtschaftspolitik:
Deutsch-griechische Tragödie (November 2011)

Die Euro-Rettung der herrschenden Politik wird zum Alptraum. Eine erneute Wirtschafts- und Finanzkrise droht. Die Parlamente lassen sich zur Verabschiedung immer neuer Bankenrettungsprogramme nötigen. Jetzt soll der gerade erst auf 440 Milliarden erweitere EFSF mit Finanztricks auf ein Billion Euro aufgeblasen werden. Die Risiken werden immer größer.

Download: Deutsch-griechische Tragödie
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Download: Lohndumping gefährdet Europa (Fassung vom 5.Oktober 2011)

Persönliche Erklärung

27. Oktober 2011  Positionen
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Am Mittwoch (26.10.2011) hat die ganze große Koalition zugestimmt die Kreditvergabe des EFSF-Rettungsschirm mit Hebeltricks auszudehnen. Erst vor vier Wochen hat die Fraktion Die LINKE geschlossen gegen die Vergrößerung des deutschen Garantierahmens für den EFSF auf 253 Milliarden Euro gestimmt. Damit wurde das maximale Kreditvolumen des EFSF auf 440 Milliarden Euro ausgedehnt. Vier Wochen später reicht dieser gigantische Betrag schon nicht mehr. Jetzt soll er durch finanzielle Tricks auf ein vielfaches ausgedehnt werden.

Solche Hebeltricks sind nichts neues. Die Zockerei mit solchen Instrumenten hat 2008 zur weltweit größten Finanzkrise seit der Weltwirtschaftskrise der 30er Jahre geführt. Es ist absurd, dass ausgerechnet solche Methoden jetzt benutzt werden sollen um die Krise zu bekämpfen. Wenn eines sicher ist, dann ist es die Erkenntnis, dass es keinen Hebel ohne höheres Risiko gibt – und das trägt in diesem Fall der Steuerzahler. Ganzen Beitrag lesen »

01. Mai 2011  Positionen

Wirtschaftspolitik aktuell:
Der Aufschwung der Profite (Mai 2011)

Alle Welt freut sich über die gute wirtschaftliche Entwicklung in
Deutschland. Auch der nagelneue Wirtschaftsminister Rösler: “Der Einstieg ins Jahr 2011 ist hervorragend gelungen.” Jedoch: Der Aufschwung ist vor allem ein Aufschwung der Profite. Die Unternehmer konnten 2010 ein Plus von rund 13 Prozent verzeichnen. Auch 2011 wird deutliche Verbesserungen bringen. Seit 2000 sind die Unternehmens- und Vermögenseinkommen um 36 Prozent angestiegen; wohlgemerkt preisbereinigt. Bei den Beschäftigen jedoch ist Schmalhans Küchenmeister. Die Tariferhöhungen werden dieses Jahr mit 1,7 Prozent steigen. Da die Preise um 2,4 Prozent zulegen werden, kommt unterm Strich zum wiederholten Male eine reale Lohnsenkung heraus. Und das mitten im viel bejubelten Aufschwung! Es kommt hinzu: Seit 2000 legen die preisbereinigten Löhne nicht zu. Die Internationale Arbeitsorganisation geht sogar von einem Lohnverlust von fünf Prozent aus.

Download: Der Aufschwungb der Profite
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25. Oktober 2010  Positionen

Positionspapier von Michael Schlecht, MdB: Aufschwung XL oder Strohfeuer

Wirtschaftspolitik aktuell:
Aufschwung XL oder Strohfeuer (Oktober 2010)

Wirtschaftsminister Brüderle redet vom „XL-Boom“ und jubelt: „Der Aufschwung ist da, und zwar mit voller Kraft.“ Und BILD feiert den „Germany Superstar“. Sicher, kaum ein entwickeltes Industrieland hatte im ersten halben Jahr ein so hohes Wachstum wie Deutschland. Und es wäre schön, wenn es so weiter ginge.

Zur Wahrheit gehört aber auch, dass Deutschland 2009 wie kaum ein anderes vergleichbares Land mit minus 4,7 Prozent beim Wirtschaftswachstum eingebrochen war. Mit dem jetzigen Wachstum ist das Produktionsniveau von 2008 noch nicht wieder erreicht. Die entscheidende Frage ist, ob die starke Erholung im ersten halben Jahr nur ein konjunkturelles Strohfeuer, oder der Startschuss für langfristig höhere Wachstumsraten war. Die Regierung geht von letzterem aus. Sie hat das Ende der Krise ausgerufen und will spätestens zum 1. Januar 2011 aus den konjunkturstützenden Maßnahmen aussteigen.

Download: Aufschwung XL oder Strohfeuer? (PDF, 585KB)
Download: Powerpoint-Präsentation Aufschwung XL oder Strohfeuer? (PPTX, ca. 550KB)

Offener Brief zum „Projekt Stuttgart 21“

04. August 2010  Positionen

Sehr geehrter Herr Minister Dr. Schäuble,

sehr geehrter Herr Minister Dr. Ramsauer,

ich fordere sie hiermit auf, unverzüglich aus der Finanzierung des Eisenbahnprojektes „Stuttgart 21“ einschließlich der Neubaustrecke Stuttgart – Ulm auszusteigen. Es ist jüngst deutlich geworden, dass erhebliche Mehrkosten auf das Projekt zukommen. Als gesichert gelten bereits jetzt Mehrkosten von annähernd einer Milliarde Euro. Wenn die Kritiker des Projektes Recht behalten, werden weitere Mehrbelastungen in Milliardengrößen entstehen. Ganzen Beitrag lesen »

Neues Positionspapier: Der Euro brennt

21. Mai 2010  Kommentare, Positionen

Wirtschaftspolitik aktuell:
Der Euro brennt (Mai 2010)

Am Freitag den 21. Mai 2010 hat die Bundesregierung den deutschen Anteil des Euro-Rettungspaketes in Höhe von bis zu 150 Milliarden Euro im Bundestag und Bundesrat durchgedrückt. Damit wurden in zwei Sitzungswochen hintereinander im beschleunigten Verfahren, getrieben von den Finanzmärkten massive Hilfen beschlossen. DIE LINKE hat dem widersprochen und das Gesetz der Bundesregierung abgelehnt.

Der Hintergrund: Der Euro brennt, letztlich geht es um die Zukunft Europas.

Lesen sie hierzu das von mir herausgegebene Papier:

Positionspapier: Griechisch-deutsche Tragödie

19. März 2010  Kommentare, Positionen

Die Krise in Griechenland hält Europa in Atem. BILD und STERN lästern über die “faulen Griechen”. Die sozialen Leistungen in Griechenland seien zu hoch, der griechische Staat zu fett. Das sind Märchen.

Mein neues Hintergrundpapier beleuchtet die wahren Hintergründe und Ursachen der griechischen Tragödie. Die deutschen Billiglöhne, das griechische Steuerdumping und die Spekulanten gefährden den Zusammenhalt der Euro-Zone. DIE LINKE. fordert ein Ende des deutschen Lohndumpings und eine Reform der Eurozone. Unsere Kritik bekommt auch international immer mehr prominente Unterstützung, zuletzt von der französischen Finanzministerin Christine Lagarde.

Mein Positionspapier “Griechisch-deutsche Tragödie” kann hier heruntergeladen werden:

Die dort verwendeten Charts können hier separat als Powerpoint-Präsentation geladen werden: